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Flächeneignung - Wälder und Beweidung

Bis vor etwa 250 Jahren wurden die Wälder in Deutschland in großem Maße und oft ganzjährig als Waldweide genutzt - und dabei meist erheblich übernutzt. Die durch den starken Verbiss fehlende Verjüngung führte zur Überalterung der Bestände und im Zusammenspiel mit vielfältigen anderen Nutzungen wie Köhlerei, ungeregelter Entnahme von Feuer-, Bau- und Grubenholz sowie von Einstreu, letztendlich zur großflächigen Verheidung ehemals bewaldeter Landschaften. Weite Teile des deutschen Waldes waren zu diesem Zeitpunkt devastiert. Erst das Verbot der Waldweide und großflächige Aufforstungen zum Ende des 18ten Jahrhunderts führten in Kombination mit staatlich verordneten Nutzungsvorgaben zu den heute vorhandenen oft wenig naturnahen Altersklassenbeständen.

Manche naturschutzfachlich wertvollen Waldlebensräume verdanken ihre Entstehung bzw. spezifische Ausprägung aber gerade dieser historischen Weidenutzung. Besonders im Bereich solcher ehemaliger Hutewälder darf auch heute durchaus über ihre Einbeziehung in eine extensive Weidenutzung nachgedacht werden. Näheres zu Möglichkeiten der Waldweide auf der Seite Rechtliches/Forstrecht.


Weideprojekte in Hessen – Online
Quelle: http://www.weideprojekte-hessen.de/grundlagen/flaecheneignung/waelder-beweidung/ [Stand: 21.08.2018]
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